Bis zu 30 % VMware CPU-Ressourcen einsparen
Was tun gegen steigende Preise in Hardware & Lizenzen?
Der IT‑Markt erlebt weiterhin steigende Preise durch weltweite Engpässe in Hardware‑Komponenten, wie CPUs und RAM. Gleichzeitig erhöhen Hersteller ihre Lizenzpreise, um gestiegene Entwicklungs‑ und Supportkosten abzufangen. Dadurch zahlen viele Unternehmen heute mehr, obwohl ihre Systeme oft ineffizient ausgelastet sind.
Gezielte CPU‑Optimierung hilft, diesen Markttrends aktiv entgegenzuwirken und spürbar Kosten zu senken.
Praxisbeispiel: Wie ein Kunde trotz steigender Marktpreise seine VMware-CPU-Effizienz massiv erhöhte
Ausgangssituation
Ein mittelständischer Dienstleister stand kurz vor einem geplanten Tech‑Refresh: Die bestehende VMware‑Infrastruktur war bereits fünf Jahre im Einsatz, Support‑Verlängerungen wurden teurer. Gleichzeitig konfrontierte ihn der Markt mit deutlich gestiegenen Preisen für neue Server sowie verlängerten Lieferzeiten von mehreren Monaten.
Als zusätzlich mehrere Fachabteilungen über langsame Anwendungen klagten, entstand der Druck, schneller in neue Hosts zu investieren. Die interne Analyse ergab jedoch nur eine durchschnittliche CPU‑Auslastung von etwa 40 % – also scheinbar „alles in Ordnung“. Trotzdem blieb die Performance‑Problematik bestehen.
Herausforderung
In VMware ESXi ist CPU-Optimierung komplex, da verschiedene Faktoren gleichzeitig wirken:
- Übersicht der historischen Auslastung
VMware vSphere hat nur begrenzte Möglichkeiten, historische Auslastungen unterschiedlicher Systeme zu betrachten und vergleichen. - Überbuchung von CPU-Ressourcen
ESXi erlaubt die Zuweisung deutlich mehrerer vCPUs, als physische Kerne vorhanden sind – doch Überbuchung kann schnell zu Ready-Time-Spitzen und Leistungsverlust führen. - Fehlendes NUMA-Bewusstsein
Multi-Sockel-VMs, die über NUMA-Knoten hinweg verteilt werden, leiden oft unter unnötiger Latenz. - VMs mit zu vielen vCPUs
Überdimensionierte VMs verbrauchen Ressourcen, die anderen Workloads fehlen könnten – ohne selbst einen Mehrwert zu liefern. - Geringe Auslastung trotz großer vCPU-Zuweisung
Viele VMs arbeiten dauerhaft unter 20 % CPU-Auslastung und blockieren somit Scheduling-Kapazitäten.
Lösung
Transparenz, Langzeitauswertung & Optimierungsautomatik mit BVQ° - mithilfe der Tiefenanalyse in BVQ° konnten klare Handlungsempfehlungen gegeben werden, um die VMware-Umgebung technisch optimal auszurichten.
Wie BVQ° direkte Übersicht liefert:
- Vergleich von allen relevanten VMs und Hosts auf einem Blick
- Aufteilung der VMs, die dauerhaft unter 5 %, 20 % und 40 % CPU-Last laufen
- welche VMs passen nicht zur aktuellen NUMA-Konfiguration
- wie entwickeln sich CPU-Ready-Time, Co-STOP und Scheduling-Ineffizienz
- wo lässt sich durch vCPU-Reduktion konkret Performance steigern
- welche Einsparpotenziale gibt es und wie können diese erreicht werden
Analyse-Ergebnis: Ineffiziente Ressourcennutzung
BVQ° zeigte innerhalb weniger Minuten, dass das Problem nicht fehlende Hardware war, sondern ineffiziente Ressourcennutzung.
Folgende Schwachstellen wurden identifiziert:
- 14 VMs mit unter 5 % realer CPU‑Last, aber mit 8 vCPUs und mehr ausgestattet
- ca. 20 TiB Speicher in Datastores vergeudet, weil VMs "thick" eingestellt sind
- ca. 15 TiB Speicher auf NetApp verschwendet, weil Volumes auf "thick" sind und keine Efficiency aktiv ist
- ca. 1 TB an RAM überprovisioniert
- hohe CPU Ready Time bei mehreren Systemen – verursacht durch massive Überprovisionierung
- mehrere NUMA‑Verletzungen, die die Performance datenintensiver Anwendungen deutlich bremsten
- ungleiche Lastverteilung auf einem Host, obwohl Kapazitäten im Cluster vorhanden waren
- vCPU-Reservierung, obwohl diese nicht verwendet wird
Kundenfazit: Optimierung statt Neukauf - Maßnahmen mit nachhaltiger Wirkung
Um steigenden Hardware- und Lizenzkosten nicht blind nachzugeben, entschied sich der Kunde für gezielte Optimierung anstelle eines vorschnellen Hardwarekaufs. Es wurden folgende Maßnahmen umgesetzt, um die Ressourcennutzung zu optimieren:
- Reduktion überdimensionierter VMs auf realistische vCPU‑Werte
- Anpassung der vSockel der VMs, um zur NUMA‑Konfiguration zu passen
- Ausbalancierung der Host‑Last durch gezielte VM‑Migrationen
- Einführung klarer Richtlinien zur zukünftigen CPU‑Dimensionierung
- VCPU-Reservierung an den echten Gebrauch angepasst Volumes
Direkt spürbare Verbesserung: Ergebnis nach nur 2 Tagen
Der geplante kostspielige Tech‑Refresh wurde verschoben – und dennoch erreichte der Kunde:
- 35 % schnellere Anwendungsreaktionszeiten
- deutlich geringere CPU Ready Time
- mehr freie Ressourcen, ohne neue Hosts zu kaufen
- eine stabilere, transparent optimierte VMware‑Umgebung
Gut zu wissen: Wie löst BVQ° Ressourcen-Engpässe?
1. Automatische Erkennung ineffizienter vCPU-Zuweisungen
→ BVQ° identifiziert VMs, die unverhältnismäßig viele CPUs erhalten haben – und zeigt, wie viel Leistung dadurch verloren geht.
2. Sichtbarkeit über Überbuchung & Engpässe
→ Klarer Überblick über pCPU zu vCPU-Verhältnisse je Host – inklusive Schwellenwert-Analysen.
3. Analyse der NUMA-Topologie
→ BVQ° macht sichtbar, welche VMs über mehrere NUMA-Nodes verteilt laufen und wo Latenz entsteht.
4. Handlungsempfehlungen zur Optimierung
→ Konkrete Empfehlungen, wie vCPUs reduziert, Hosts entlastet oder VMs effizient neu dimensioniert werden können.
Blick hinter die Kulissen: Identifikation von Optimierungspotenzialen

Abb.1: Übersicht aller VMs mit CPU-Auslastung < 5 % → zeigt, wie viel verstecktes Optimierungspotenzial im Cluster steckt.

Abb. 2: Detailanalyse einer einzelnen VM → tiefe Einsicht in vCPU-Verhalten, CPU-Ready-Time, Co-STOP und NUMA-Positionierung.
Fazit
Im Praxisbeispiel wird BVQ°s Stärke direkt ersichtlich: Nach kurzer Tiefenanalyse zeigte sich, dass nicht fehlende Hardware, sondern fehlende Transparenz das eigentliche Problem war. BVQ° konnte schnell und exakt ermitteln, an welcher Stelle vCPUs überdimensioniert waren, unnötige Ready Time entstand oder NUMA‑Verstöße die Performance bremsten.
Die gezielte Optimierung mithilfe der BVQ°-Handlungsempfehlungen konnte einen teuren Ausbau verhindern und sorgte dafür, dass das Unternehmen bis zu 30 % CPU‑Ressourcen zurückgewann - mit klar messbaren Effekten für Performance, Stabilität und Budget.
So kann BVQ° auch Sie unterstützen
- mehr Leistung ohne zusätzliche Hardware
- stabile Applikationen durch reduzierte Latenzen
- weniger Troubleshooting dank klarer Datenbasis
- optimale CPU-Zuteilung für jede VM
- Alarmierungen, um Fehlkonfigurationen automatisch gemeldet zu bekommen
- Planungssicherheit und geringere Betriebskosten
- von der Installation bis zu ersten Ergebnissen in nur 2 Stunden
Lesen Sie hierzu auch unseren Blogartikel.
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